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Umfangsbearbeitung als Präzisionstreiber für Leistungskomponenten

Mit den verschärften Emissionsvorgaben und den steigenden Anforderungen an Effizienz und Regelgenauigkeit moderner Verbrennungsmotoren wächst die Bedeutung hochpräziser Funktionsbauteile kontinuierlich. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Drosselklappe zu.

Sie regelt den Luftstrom im Ansaugsystem sowie in der Abgasrückführung und beeinflusst damit unmittelbar Verbrennungsverhalten, Emissionswerte und die präzise Steuerbarkeit moderner Motorensysteme. Gerade unter aktuellen und zukünftigen Umweltstandards müssen Drosselklappen immer exakter arbeiten: Bereits minimale geometrische Abweichungen können das Regelverhalten beeinträchtigen und damit Auswirkungen auf Verbrauch, Schadstoffausstoß und die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte haben.

Für die Stanz- und Umformtechnik ist dies ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie stark die Anforderungen an Präzisionsfertigung in den vergangenen Jahren gestiegen sind.

Wenn Oberflächenbearbeitung zur Funktionssicherung wird

Die industrielle Fertigung von Drosselklappen zeigt exemplarisch, wie sich Wertschöpfung im Präzisionsbereich verändert. Während die Herstellung des Rohlings weiterhin auf hochpräzisen Stanz- und Umformprozessen basiert, entsteht die entscheidende Funktionsqualität erst durch nachgelagerte mechanische Bearbeitung.

Insbesondere Umfangsbearbeitung, Kantenbearbeitung, technische Reinigung und prozessintegrierte Qualitätskontrolle bestimmen die spätere Leistungsfähigkeit des Bauteils.

Mikrometerpräzision in geschlossenen Prozessketten

Drosselklappen bewegen sich in Toleranzfeldern von bis zu 10 Mikrometern. Kritisch sind vor allem Außendurchmesser, Steuerkante und Oberflächenqualität.

Die reproduzierbare Serienfertigung solcher Bauteile erfordert vollständig abgestimmte Prozessketten:

  • Stanzen aus Coil- und Streifenmaterial
  • automatisierte Weiterbearbeitung
  • hochpräzise mechanische Umfangsbearbeitung
  • definierte Entgrat- und Reinigungsprozesse
  • Inline-Mess- und Prüfsysteme
  • kontinuierliche Prozessoptimierung

Genau in dieser geschlossenen Prozesskompetenz liegt die Herausforderung – und zugleich der entscheidende Wettbewerbsvorteil.

Jehle AG als Schweizer Kompetenzführer

Mit ihrer langjährigen Industrieexpertise und den einzigartigen Fertigungskompetenzen ihres Tochterunternehmens Springfix zählt die Jehle AG heute zu den führenden Prozesspartnern für Drosselklappenfertigung selbst bei engsten Toleranzen.

Die Kombination aus Stanztechnologie, automatisierter mechanischer Bearbeitung und tiefem Prozessverständnis macht Jehle zum einzigen Schweizer Anbieter, der die komplette Wertschöpfungskette dieser anspruchsvollen Automotive-Komponenten inhouse abbilden kann.

Mit Jahresvolumina von über zehn Millionen Bauteilen, hochautomatisierten Fertigungslinien und über drei Jahrzehnten Spezialisierung verfügt das Unternehmen über ein Know-how, das in dieser Form einzigartig ist.

Entscheidend ist dabei nicht allein die Fertigungskapazität, sondern das umfassende Verständnis der funktionalen Zusammenhänge: von der Werkzeugauslegung über die Umfangsbearbeitung bis hin zur technischen Sauberkeit und prozesssicheren Serienproduktion.

Relevanz für die Stanztechnologiebranche

Für Werkzeugbauer, Zulieferer und OEM-nahe Fertigungspartner liefert die Drosselklappenfertigung einen klaren Ausblick auf die zukünftigen Anforderungen der Branche.

Mit zunehmender Funktionsintegration und strengeren regulatorischen Anforderungen verschiebt sich der Fokus vom reinen Stanzprozess hin zur ganzheitlichen Beherrschung komplexer Prozessketten, die letztendlich den Kunden hohe Produktqualität, Zeit- und Kostenersparnis bringen.